Chemische Verfugung von Mauerwerk mit dem System AquaStop Cream®
Chemisches Injektionsverfahren. Wir bohren Löcher mit einem Durchmesser von 14 mm in Achsabständen (Lochabständen) von 100 mm bis 120 mm. Die Lochtiefe sollte 20 bis maximal 40 mm geringer sein als die tatsächliche Mauerwerksdicke. Die Lochreihe sollte nicht höher als 100 mm über dem Boden liegen. Diese Höhe ist maximal zulässig, aber nicht ausschlaggebend. Ein noch dichterer Abstand der Lochreihe zum Boden ist immer vorteilhafter. Die Löcher werden senkrecht zur vertikalen Ebene des Mauerwerks gebohrt, d. h. horizontal und parallel zueinander. Schräges Bohren nach unten ist nicht ratsam!
Bei Mauerwerk mit durchgehender Fuge wird eine Lochreihe gebohrt. Bei Stein- oder Mischmauerwerk ohne durchgehende Fuge werden üblicherweise zwei Injektionsreihen im Abstand von 100 mm und einem Höhenabstand von ca. 50 mm angebracht, wobei die Löcher der oberen Reihe im Achsabstand der unteren Reihe liegen. Diese Bauform wird umgangssprachlich als „Zickzack“-Bohrung bezeichnet.
Vorteile
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Einfache und schnelle Implementierung
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Geld sparen bei der Umsetzung
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Ausführlicher Einweisungsservice
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Bewährter technologischer Prozess
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Professionelle Beratung
Wir bohren die Löcher direkt in die Mörtelfuge (bei Mauerwerk mit durchgehender Fuge). Bei Misch- und Steinmauerwerk bohren wir für die Injektion zusätzlich eine horizontale Reihe senkrecht zur vertikalen Ebene des Mauerwerks, da schräge Bohrungen bei dieser Art von Mauerwerk ebenfalls kontraproduktiv sind. Diese schrägen Bohrungen wurden für Flüssigkeitsinjektionen wegen der Ausnutzung der Schwerkraft beim Einfüllen gemacht. Die Injektionscreme ist beim Füllen der Löcher recht dickflüssig und neigt nicht dazu, beim Füllen in üblichen Mauerwerkslecks verloren zu gehen. Im Loch verringert sie allmählich ihre Viskosität (Dichte) und hat im Gegensatz zu allen Arten von Flüssigkeitsinjektionen „genügend Zeit“, auch sehr feuchtes Material mit geringerer Porosität zu sättigen, da sie sich problemlos mit der feuchten Umgebung des Mauerwerksmaterials verträgt. Über die gesamte Tiefe und Länge der Injektion bildet sich allmählich ein gleichmäßig verteilter Vorhang.
In geneigten Bohrlöchern wird kein gleichmäßiger Schirm erzeugt, obwohl sich der oben beschriebene Prozess nicht ändert. Bei geneigten Bohrlöchern entsteht der Schirm im Laufe der Zeit nach der Injektion eher im zweiten Teil der Mauerwerksdicke, d. h. mehr am Boden der Bohrlöcher als an deren Mündung. Die Injektionscreme bzw. die hochkonzentrierte hydrophobe Substanz verteilt sich allmählich im Mauerwerk, was das Wesentliche dieser Methode ist. Dadurch sinkt jedoch allmählich der Füllstand im Bohrloch und der sogenannte Schirm (Ausbreitung der Hydrophobierung, Migration des Wirkstoffs in die Nähe der Bohrlöcher) wird im oberen Teil des Mauerwerks allmählich schwächer und existiert später nicht mehr, anders als auf der Rückseite des Mauerwerks, d. h. am Boden des Bohrlochs, wo sich der Wirkstoff verteilt, bis das Bohrloch vollständig entleert ist. Daher ist es zulässig, Schrägbohrungen, falls erforderlich, beispielsweise aus Höhengründen, mit einer Neigung von maximal 15° zur vertikalen Mauerwerksebene auszuführen. Dies gilt allerdings nur für Stein- oder Mischmauerwerk. Bei Mauerwerk mit horizontaler Mörtelfuge ist selbst diese geringe Neigung nicht mehr zulässig. Der wesentliche Vorteil einer durchgehenden Fuge würde dadurch verloren gehen.
Beispiele für richtiges und falsches Bohren finden Sie weiter unten.
Die Injektion von Creme kann unabhängig von der Mauerwerksdicke von innen oder außen am Bauteil erfolgen, ohne dass das gewünschte Ergebnis beeinträchtigt wird. Nach dem Bohren der Löcher mit einem 14-mm-Bohrer reinigen wir die einzelnen Löcher mit Druckluft von grobem Schmutz und Feinstaub. Hierfür liefern wir eine Luftpumpe mit.
Injektionscreme in Eimern wird z. B. mit einem Spatel direkt in den Schlauch einer Handspritzpistole für Eimerverpackungen gefüllt. Die Emulsion wird über einen Trichter in die Injektionspumpe gegossen. Eimerverpackungen und eine spezielle Spritzpistole oder Injektionspumpe sind für größere Injektionsarbeiten vorteilhafter. Die sogenannte Wurstverpackung wird in die Spritzpistole für Wurstverpackungen eingesetzt. Die Verpackung in Wurst- oder Tubenverpackungen eignet sich für kleinere Injektionsarbeiten (diese Verpackungen sind aus produktionstechnischen Gründen preislich am ungünstigsten).
Die Schlauchverlängerung (Füller) des Applikationsgeräts bis zum Bohrlochgrund einführen und langsam mit der Creme füllen. Ziehen Sie die Tubenverlängerung langsam aus dem Bohrloch und achten Sie darauf, dass ausreichend Creme in das Bohrloch eingepresst wird. Nach dem Einfüllen durch den Tubenfüller können Sie die Löcher ggf. mit einem kurzen Füller mit konischer Gummispitze verfüllen und umgekehrt durch die Bohrlochmündung bis zum Bohrlochboden vordringen, um eine vollständige Füllung (Druckbeaufschlagung) der Löcher zu gewährleisten.
Druckbeaufschlagung (mit der konischen Gummispitze) wird nur empfohlen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Tubenfüllung ausreichend ist und die Gummispitze im Bohrloch ausreichend abdichtet. Wenn Sie diesen Fülltest mit einem kürzeren Füller mit konischer Gummispitze durchführen, muss dies am selben Tag erfolgen. Bei einer Druckbeaufschlagung in den Folgetagen nach dem Einfüllen mit einem Tubenfüller ohne konische Spitze würden Sie nicht die unzureichende Füllung, sondern den Verlust der bereits ins Mauerwerk eingezogenen Injektionscreme ausgleichen.
Um die Wirksamkeit von AquaStop Cream® nicht zu beeinträchtigen, ist es wichtig, das Bohrloch ausreichend zu füllen. Den Verbrauch an Injektionscreme können Sie ganz einfach mit dem Verbrauchsrechner berechnen. Dieser befindet sich rechts auf unserer Website oder in der oberen Leiste der Startseite – siehe Preisliste – Verbrauchsberechnung.
Die Verbrauchsberechnung ist einfach, schnell und weitgehend zuverlässig. Nach der Injektion des Mauerwerks müssen die Löcher verschlossen werden, um ein mögliches Austreten der Creme zu verhindern. Der Styroporstopfen eignet sich aber auch hervorragend als Wärmedämmung für Bohrlöcher im Mauerwerk oberhalb der Erdoberfläche. Für diesen Verschluss liefern wir Stopfen (Zylinder mit einer Höhe von 20 mm und einem Durchmesser von 19 mm) aus extrudiertem Polystyrol, die Sie ebenfalls bei uns erwerben können.
Empfehlungen – Folgemaßnahmen zur Sanierung feuchten Mauerwerks:

Schematische Darstellung von falsch und richtig gebohrtem Mauerwerk auf Mauerwerksgrundrissen
Injektion von der Innenseite der Umfassungsmauer
Fehler beim Verfugen der Ecke und der Verbindungsstelle mit der Innenwand
Unzureichende Verfugung der Ecke und der Anschlussstelle an die Innenwand
Verfugen der Ecke und der Anschlussstelle mit der Innenwand mit der maximalen Anzahl von Löchern
Injektion von der Außenseite der Umfassungsmauer
Injektion von der Außenseite der Ecke mit Rückprall. Die Enden der Löcher dürfen nicht weiter als 100 mm vom senkrecht angeschlossenen ersten Loch des zweiten Mauerwerks entfernt sein.
Einschuss von der Außenseite der Ecke auf die Flanke – gründlichere Ausführung der eingespritzten Ecke (beides ist richtig)
Injektion von innen und außen
Kombinierte Injektion
Wie man vor dem Verfugen richtig Löcher in Mauerwerk bohrt, erfahren Sie in Seitenansichten des Mauerwerks, in denen die Höhengesetze klar erläutert werden.
Flächeninjektion des Mauerwerks mit dem System AquaStop Cream.
Wie erstellt man eine vertikale Abdichtung des Mauerwerks von der Innenseite eines Raumes, der sich unter Geländeniveau befindet?
Vorgehensweise der vertikalen und horizontalen Injektion zur Abgrenzung der Flächeninjektion:
Die erste Injektionslinie muss am Deckenanschluss hergestellt werden, in der Regel an der Stelle, an der das Gelände endet, in einem maximalen Abstand von ca. 50 mm über dem Gelände.
Die Bohrlöcher dieser Linie müssen über die gesamte Wandstärke ausgeführt werden, jedoch um ca. 30 mm kürzer als die tatsächliche Wandstärke, mit einem Achsabstand von 100 mm bei Ziegelmauerwerk in der Fuge bzw. 80 mm bei Bruchsteinmauerwerk, Mischmauerwerk oder Ziegelmauerwerk bei Bohrungen außerhalb der Fuge.
Diese obere Linie stoppt endgültig die kapillar aufsteigende Feuchtigkeit in Geländehöhe.
Eine einreihige Creme-Injektion wird auch so nah wie möglich am Fußboden empfohlen. Üblicherweise haben Eigentümer und Ausführende keine Gewissheit, ob die Durchfeuchtung der Wand unter Geländeniveau auf eine defekte vertikale Bauwerksabdichtung zurückzuführen ist, oder ob die Mauer lediglich von unten durchfeuchtet wird, oder aus beiden Richtungen.
Die horizontale Injektionslinie in Fußbodennähe stoppt die Bodenfeuchtigkeit, die von den Fundamenten nach oben steigt. Diese ist jedoch unter bestimmten Bedingungen nicht zwingend erforderlich. Im Schnitt (Seitenansicht) lässt sich das gut veranschaulichen.
Die Achsabstände werden nach den gleichen Empfehlungen wie bei der oberen Linie ausgeführt. Die Bohrtiefe der unteren Linie wird um ca. 50 mm kürzer als die Wandstärke ausgeführt.
Seitliche Abdichtungen / Injektionsschnitte (vertikale Linien) werden an den Seiten – am linken und rechten Rand der abzudichtenden Fläche – ausgeführt, ebenfalls um ca. 50 mm kürzer als die Wandstärke, mit einem Achsabstand von 80 mm. Dieser Achsabstand wird empfohlen, da im Mauerwerk keine durchgehende vertikale Fuge vorhanden ist und deshalb auch bei Ziegelmauerwerk der gleiche Achsabstand wie bei Mischmauerwerk angewendet wird. Diese beiden vertikalen Linien verbinden die obere und untere horizontale Injektionslinie.
Die größere Kürzung der Bohrtiefe bei der unteren Linie und den vertikalen Linien gegenüber der oberen Injektionslinie erfolgt, um ein Durchbohren der Wand zu vermeiden, was weitere Komplikationen verursachen könnte.
In der so abgegrenzten Fläche wird anschließend eine Flächeninjektion mit einem anderen technologischen Verfahren durchgeführt als bei der horizontalen oder vertikalen Injektion.
Verfahren der Flächeninjektion:
Die erste Bohrlochreihe der Flächeninjektion wird von unten nach oben gebohrt, alternativ ist auch eine Ausführung von oben nach unten möglich.
Der Abstand der ersten Reihe darf von der unteren horizontalen Sperre (einreihige Injektion) nicht mehr als 100 mm betragen. Dasselbe gilt für den Abstand der Randbohrungen zu den vertikalen Sperrstreifen und zur oberen Sperre.
Die einzelnen Reihen der Flächeninjektion müssen im Rasterbohrbild entsprechend den Zeichnungen – Vorderansicht und Vertikalschnitt/Seitenansicht – mit den in der Tabelle angegebenen Bohrverkürzungen ausgeführt werden.
Alle Bohrungen der Linienabdichtungen und der Flächeninjektion werden rechtwinklig zur Vertikalebene, d. h. horizontal, hergestellt.
Bei Ziegelmauerwerk werden die Bohrungen der Flächeninjektion unabhängig von den Fugen ausgeführt, im Gegensatz zu den horizontalen Linien. Auch die vertikalen Sperrstreifen orientieren sich nicht an den Fugen.
Empfehlung:
Bei der Flächenbohrung und der ausgeführten Injektion wird nach einer technologischen Pause von 4–6 Wochen eine zweite Verfüllung der Bohrlöcher mit Injektionscreme vorgenommen.
Die Einhaltung der empfohlenen technologischen Pause ist für die Wirksamkeit der Flächeninjektion entscheidend!
Auf diese Weise wird nicht nur eine intensivere Durchtränkung der vertikalen Fläche, sondern auch eine größere Tiefe des Mauerwerks mit hydrophoben Wirkstoffen erreicht. Dadurch wird sichergestellt, dass im rasterförmig injizierten Bereich keine ungesättigten Stellen verbleiben – auch nicht in Baustoffen mit geringerer oder unterschiedlicher Saugfähigkeit (z. B. Bruchstein- und Mischmauerwerk).
Bei den horizontalen und vertikalen Linien, die die Flächeninjektion begrenzen, ist eine zweite Verfüllung der Bohrlöcher mit Injektionscreme nicht erforderlich!
Bei der Flächenbohrung und der ausgeführten Injektion wird nach einer technologischen Pause von 4–6 Wochen eine zweite Verfüllung der Bohrlöcher mit Injektionscreme vorgenommen.
Die Einhaltung der empfohlenen technologischen Pause ist für die Wirksamkeit der Flächeninjektion entscheidend!
Auf diese Weise wird nicht nur eine intensivere Durchtränkung der vertikalen Fläche, sondern auch eine größere Tiefe des Mauerwerks mit hydrophoben Wirkstoffen erreicht. Dadurch wird sichergestellt, dass im rasterförmig injizierten Bereich keine ungesättigten Stellen verbleiben – auch nicht in Baustoffen mit geringerer oder unterschiedlicher Saugfähigkeit (z. B. Bruchstein- und Mischmauerwerk).
Bei den horizontalen und vertikalen Linien, die die Flächeninjektion begrenzen, ist eine zweite Verfüllung der Bohrlöcher mit Injektionscreme nicht erforderlich!
Beachten!
Dieses Verfahren der grabenlosen vertikalen Bauwerksabdichtung mit dem System AquaStop Cream ist zuverlässig, sofern auf das Mauerwerk unter Geländeniveau kein drückendes Wasser einwirkt, sondern ‚nur‘ Bodenfeuchtigkeit.
Eine flächige Creme-Injektion kann nicht bei Hohlziegeln, Kammerziegeln oder hohlraumreichen Mauersteinen ausgeführt werden!
Abschluss:
Beim Vergleich der Flächeninjektionen, die derzeit auf dem Ausführungsmarkt angeboten werden, erkennt man erhebliche Unterschiede.
Unser von uns festgelegtes technologisches Verfahren kann jedoch tatsächlich funktionieren.
In der ‚fernen Vergangenheit‘ haben wir das vollständige technologische Verfahren der Creme-Injektion des Mauerwerks in einer oder zwei Linien entwickelt und uns damit zu Pionieren dieser Technologie in der Tschechischen Republik sowie in den Nachbarstaaten gemacht.
Wir konnten die einzelnen Abläufe und Ergebnisse beschreiben und benennen. In der Praxis, durch die Dauer der Anwendungen und insbesondere durch deren Vielzahl, lässt sich dies nicht mehr bestreiten – unsere Argumente, Anleitungen und weiteren Aussagen wurden auch von der Fachöffentlichkeit übernommen.
In die Verbreitung dieser zweifellos wirksamsten Injektionstechnik zur Verhinderung aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk haben wir erheblichen Einsatz, aber auch finanzielle Mittel investiert.
Heute ist es uns gelungen, auch für die flächige Creme-Injektion ein technologisches Verfahren zu entwickeln, das wirksam und zuverlässig ist.
Verfasst von
Jiří Schwarz
Wenn der Beruf zugleich Leidenschaft ist.
| Wandstärke | Bohrtiefe |
|---|---|
| 150 – 200 mm | Flächenbohrung wird nicht ausgeführt |
| 300 mm | 50 mm |
| 400 mm | 100 mm |
| 500 mm | 100 mm |
| 600 mm | 120 mm |
| 700 mm | 150 mm |
| 800 mm | 150 mm |
| 900 mm | 200 mm |
| 1000 mm | 200 mm |
Flächeninjektion
Frontansicht des unterkellerten Teils
Flächeninjektion
Seitenansicht – Schnitt
Flächeninjektion
Frontansicht des unterkellerten Teils
Flächeninjektion
Seitenansicht – Schnitt
Wo gebohrt werden soll und wie die Injektion bei Lochziegeln (Porotherm, Heluz u. ä.) auszuführen ist
Es sind zwei Möglichkeiten des Bohrens und der Injektion bei diesen Lochziegeln möglich:

Sie wählen die geeignetste Lagerfuge aus, die Sie mit den Wirkstoffen der Injektionscreme tränken möchten. Die Bohrungen werden nicht direkt in die Fuge gesetzt, wie man es bei Vollziegelmauerwerk tun würde, sondern ca. 30 mm oberhalb dieser Fuge. Auf diese Weise werden die Kammern der Lochziegel nicht geöffnet, was bei einer Bohrung mit einem 14-mm-Bohrer in der Fuge geschehen würde.
Das Bohren oberhalb der gewählten Fuge verhindert somit ein Durchlaufen des Injektionsmittels, da die Fuge bzw. die jeweilige Ziegelreihe des Loch- bzw. Hohlblockmauerwerks nicht geöffnet wird. Die Injektionscreme stoppt an der ausgewählten Mörtelfuge und dringt von dort allmählich und zuverlässig auch über deren Oberfläche ein.
Mit diesem Verfahren wird eine Sperrschicht gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit in der gewünschten Höhe, also in der gewählten Lagerfuge, hergestellt. Dieses Bohrverfahren erlaubt jedoch keine direkte Kontrolle des Verbrauchs. Der berechnete Verbrauch lässt sich aber relativ gut überwachen, indem man ihn mit Hilfe unseres Kalkulators auf Lochziegel umrechnet. Dabei wird der Verbrauch pro Quadratmeter Querschnittsfläche des Mauerwerks ermittelt und durch die laufenden Meter geteilt. So ergibt sich die Sollmenge (Liter) pro laufenden Meter. Anschließend ist nur noch auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Injektionscreme auf die einzelnen Meter zu achten.
Diese Variante ist insbesondere geeignet, wenn sich die Fuge, die isoliert werden soll, unterhalb des Fußbodenniveaus befindet und daher nicht direkt angebohrt werden kann.
Das Bohren des Mauerwerks wird in der von Ihnen gewählten Lagerfuge mit einem 14-mm-Bohrer ausgeführt, wobei die Bohrtiefe nur geringfügig kürzer ist als die Dicke des Lochziegels. Dadurch werden die Kammern des Ziegels an der Bohrstelle zuverlässig geöffnet. Zunächst könnte es so erscheinen, als ob dies genau das sei, was man vermeiden möchte. Bei diesem Injektionsverfahren für Hohlblockziegel (Heluz, Porotherm u. ä.) ist es jedoch im Gegenteil sehr wichtig.
Die Bohrlöcher werden anschließend mit einem Bau-Montageschaum mit hoher Expansion gefüllt. Der Schaum füllt nicht nur die Bohrlöcher selbst, sondern insbesondere auch die geöffneten senkrechten Hohlkammern der Ziegel. Nach einer mehrstündigen technologischen Pause werden die Bohrungen in voller Tiefe erneut aufgebohrt. Dadurch wird der Montageschaum aus den Bohrungen entfernt, die Kammern bleiben jedoch mit Schaum ausgefüllt. Sehr wichtig ist es, dabei einen um eine Stufe größeren Bohrer zu verwenden, d. h. 16 mm. Nur so ist gewährleistet, dass an den Bohrlochwandungen der Mörtelfuge und des Ziegelskeletts keine Trennschicht aus Restpolyurethan verbleibt.
Die Feuchtigkeit steigt bei diesem Mauerwerk zunächst kapillar durch die Mörtelfugen, anschließend durch das Skelett und die Stege des Ziegels auf. Durch das Ausbohren der PU-Füllung werden diese Bereiche wieder porös geöffnet und damit aufnahmefähig für die Dispersion der Wirkstoffe. Der Verbrauch richtet sich dann nur noch nach dem Volumen der Bohrlöcher und das Ergebnis ist zuverlässig.
Es ließe sich auch erwägen, die Fuge zunächst mit einem kleineren Bohrer vorzubohren, die Bohrungen mit Montageschaum zu füllen und anschließend mit einem 14-mm-Bohrer nachzubohren. Dies wäre jedoch nicht zuverlässig: Ein Bohrer mit z. B. 10 mm würde nicht alle Kammern öffnen, so dass diese nicht mit Schaum gefüllt würden. Beim anschließenden Aufbohren mit dem empfohlenen 14-mm-Bohrer würden die Kammern erst geöffnet und der gesamte Ablauf wäre wirkungslos.
Die Wahl des Bohrdurchmessers und des anschließenden Aufbohrens sollte sich nach der Höhe der Lagerfuge richten. Wichtig ist, dass die senkrechten Kammern der Lochziegel in der aufgebohrten Fuge zuverlässig geöffnet werden, damit ihr oberer Teil mit Montageschaum verschlossen ist und das Nachbohren nur noch der Entfernung von Polyurethan aus dem Bohrloch und seiner Wandungen dient. Auf diese Weise wird das Bohrloch wieder porös geöffnet und aufnahmefähig für die Injektionscreme.
Wenn die Lochziegel auf zwei parallelen Mörtellagen mit Zwischenraum verlegt sind – was bei Porotherm und ähnlichen Ziegeln zur Verringerung der Wärmeleitfähigkeit der Mörtelfugen üblich war –, wird auch dieses Problem durch die beschriebene Variante der Cremeinjektion zuverlässig gelöst.
Unter bestimmten Bedingungen bietet sich noch eine weitere Ausführungsweise an. Bei älteren Bauten, bei denen Lochziegel verwendet wurden, waren die Mörtelfugen beim Versetzen der Steine in der Regel höher als es heute üblich ist. Daher kann es vorkommen, dass ein Bohrer mit 14 mm Durchmesser die senkrechten Kammern überhaupt nicht öffnet. In diesem Fall kann wie bei Vollziegeln mit Lagerfuge vorgegangen werden.
Es ist ebenfalls möglich, in diesem Fall einen Bohrer mit 12 mm Durchmesser zu wählen. Wenn Sie sicherstellen können, dass mit diesem Bohrer die senkrechten Kammern bzw. das Lochbild nicht geöffnet werden, gestaltet sich die Injektion für Ihr Mauerwerk besonders einfach. Sollte sich ein 12-mm-Bohrer für Ihre Fuge als vorteilhafter erweisen als der ansonsten empfohlene 14-mm-Bohrer, verringern Sie bitte den Achsabstand der Bohrungen von den empfohlenen 100 mm auf 90 mm. Der Verbrauch wie auch die Wirksamkeit ändern sich dadurch jedoch nicht. Und selbstverständlich entfällt bei diesem Verfahren die komplette Vorfüllung mit Polyurethanschaum.
