Wir erwägen eine Gelinjektage für eine Wand in unserem Untergeschosskeller und gleichzeitig eine Bodenerneuerung. Das Untergeschoss erstreckt sich nur über ein Viertel des Hauses, und die Außenwand ist sehr feucht. Es handelt sich um gemischtes Steinmauerwerk. Ich möchte gerne wissen, ob diese Maßnahme wirksam sein wird, wenn wir die Fundamente von außen nicht freilegen und sanieren.
- Helena asked 7 Tagen ago
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Guten Tag,
Ihre Frage zur Verwendung von Gelrückspritzinjektage für Kellerräume in einem Gebäude mit Bruchsteinunterbau ist sehr häufig und technisch logisch. Wenn etwa ein Viertel des Hauses unterkellert ist, bedeutet dies, dass alle vier Kellerwände in direktem Bodenkontakt stehen. Der Unterschied liegt nur darin, dass die Außenwände (besonders die hintere Wand, die am tiefsten in den Hang eingebunden ist) direktem Druck von Regen- und Oberflächenwasser aus dem Gelände ausgesetzt sind, während die inneren, unter dem Haus liegenden Wände diesem direkten äußeren Einfluss weniger ausgesetzt sind.
Wird Gelrückspritzinjektage funktionieren?
Die Gelrückspritzinjektage ist eine hocheffiziente Technologie zur grabenlosen Herstellung von vertikalen Abdichtungen im Mauerwerk. Ein spezielles Acrylgel wird aus dem Innenraum durch das Mauerwerk (nicht ins Mauerwerk) direkt in die angrenzende Erde gepresst, wo es sich innerhalb weniger Dutzend Sekunden verfestigt und eine durchgehende Abdichtungsschicht auf der Außenseite der Konstruktion bildet.
Schlüsselprinzipien für eine erfolgreiche Sanierung:
• Abdichtung unter dem Haus ohne Aushub: Der große Vorteil dieser Methode ist die Tatsache, dass sie auch auf Wände angewendet werden kann, die unter dem Haus liegen, wo ein Aushub von außen physisch unmöglich ist, obwohl auch dort Bodenfeuchte auf das Mauerwerk wirkt.
• Hintere Wand im Hang: Aus Ihrem Foto ist ersichtlich, dass die hintere Außenwand des Kellers tief unter dem Gelände liegt. Hier ist Gelinjektage die ideale Lösung, um die Wand vollflächig abzudichten, ohne dass Sie aufwändige Ausschachtungsarbeiten im geneigten Gelände oder den Abbau befestigter Flächen durchführen müssen.
• Mauerwerksverschränkung und Feuchtebrückenbau: Das Mauerwerk des Hauses bildet ein Ganzes. Wenn Sie nur die am stärksten beanspruchte hintere Wand oder eine andere Wand abdichten, kann Feuchtigkeit immer noch seitlich durch die anschließenden nicht abgedichteten Wände eindringen. Daher ist es notwendig, an den Enden des sanierten Bereichs mit Cremeinjektage sogenannte Vertikalen zu schaffen, die den trockenen Teil der Wand von eventuell feuchten Wänden trennen.
• Kombination mit dem AquaStop Cream®-System: Gelrückspritzinjektage behandelt die vertikale Fläche, aber nicht die aufsteigende Feuchte von den Fundamenten. Daher ist auf der Kellersohle eine horizontale Sperrschicht mit unserer Cremeinjektage erforderlich, die die kapillare Wasseraufwärtsbewegung verhindert.
• Bodenabdichtung: In Ihrer Frage erwähnen Sie auch die geplante Bodensanierung. Dies ist ein entscheidender Punkt. Die Bodensanierung (einschließlich einer neuen Abdichtungsschicht) ist ein integraler Bestandteil der umfassenden Kellerentfeuchtung. Diese neue Bodenabdichtung muss dann funktional und dicht an die Injektagesperren im Mauerwerk anschließen, um in Ihrem Fall an der Sohle ein geschlossenes Abdichtungsbecken zu schaffen, das das Eindringen von Bodenfeuchte verhindert. Ich gehe davon aus, dass in die Kellerräume auch bei anhaltendem und intensivem Regen kein Wasser eindringt. Falls dies der Fall ist, wird die Bodenabdichtung ohne Putz mindestens 50 mm über die horizontale Cremeinjektage hochgezogen. Falls gelegentlich Wasser in den Keller eindringt (Druckwasser), müssen die Außenwände des Kellerraums ausgegraben und auf der Grabensohle unterhalb der Bodenabdichtung eine Drainageleitung zur Entwässerung hergestellt werden. In diesem Fall würde die Gelrückspritzinjektage natürlich bereits durch eine klassische vertikale Abdichtung während der Ausschachtungsarbeiten ersetzt.
Mein Fazit:
Gelrückspritzinjektage ist eine hervorragende Methode, aber ich empfehle nicht, sie in Eigenregie durchzuführen, da sie spezielle Pumpen und Erfahrung mit dieser Technologie erfordert – anders als die Cremeinjektage von Mauerwerk. Um wirklich einen trockenen Keller zu erreichen, müssen Sie eine geschlossene Abdichtungseinheit schaffen – also eine Kombination aus vertikaler Abdichtung (mit Gel oder Aushub), horizontaler Sperrschicht mit AquaStop Cream® Creme und funktioneller Bodenabdichtung. Bei der Abdichtung nur einer Kellerwand müssen noch zwei Vertikalen an den Rändern hergestellt werden.
Ich empfehle Ihnen, eine ausführlichere Beschreibung dieser Technologie direkt auf unserer Website zu studieren: https://www.injektaz-zdiva-svepomoci.cz/gelova-injektaz/
Mit freundlichen Grüßen
Jiří Schwarz – Geschäftsführer von TRUMF sanace s.r.o.
- Trumf S. answered 7 Tagen ago
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