Guten Tag,
ich möchte Sie bitte folgende Frage stellen.
Wir haben ein altes Wirtschaftsgebäude, bei dem die Wände feucht werden. Es gibt dort keine horizontale Abdichtung. Das äußere Gelände liegt etwa 50 cm über der Ebene des inneren Fußbodens.
Ich habe diese Wand von außen unter die Fußbodenniveau ausgegraben. Ich habe Ihre Injektage verwendet. Ich möchte diese Wand isolieren. Und nun stelle ich die Fragen:
1) Wie lange nach der Injektage und wie hoch darf ich Asphaltbahnen auf die Wand aufbringen?
2) Auf diese Bahnen 2 cm extrudiertes Polystyrol?
3) Auf das Polystyrol eine Noppen-Folie (Noppen zum Polystyrol)?
4) Drainagerohr?
Danke für die Antworten
Tomáš
- Tomáš asked 17 Stunden ago
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Guten Tag, Herr Tomáš.
Zu Punkt 1: Sie müssen nicht auf die vollständige Dispergation des Injektionscreams warten. Die vertikale Wasserdichtung können Sie praktisch unmittelbar nach der Injektage oder während der Injektage selbst ausführen – die Wasserdichtungsschicht im Mauerwerk und die vertikale Isolierung ergänzen sich gegenseitig, und so verschließen Sie das Haus von unten durch die Injektage und von der Seite durch die vertikale Isolierung gegen Feuchte. Bei aufgeschweißten Asphaltbahnen muss ich Sie jedoch auf ihre Tücken hinweisen. Die Bahnen erfordern einen trockenen und ebenen Untergrund, sonst haften sie auf dem freigelegten und natürlicherweise feuchten Mauerwerk nicht zuverlässig an, und es droht ein Abheben der Bahnen. Auch die Details in den Fugen sind problematisch, und die Handhabung mit dem Brenner und schweren Rollen in engem Aushub ist anstrengend. Daher empfehle ich für die vertikale freigelegte Fläche statt Bahnen eindeutig unsere nahtlose Wasserdichtungsstreichmasse AquaStop Bitumen 2K. Vorgehensweise: Freigelegtes Mauerwerk mechanisch reinigen (Bürste, eventuell schnell mit Wapeka überfahren), Oberfläche mit Universalmörtel mit Hilfe einer Kelle verschließen, und sobald die Spachtelmasse fest ist (spätestens zuverlässig nach 2 Tagen), Bitumen 2K mit einer Kelle in zwei Schichten mit eingelegtem Perlinchen aufziehen, Gesamtdicke 5–6 mm, technologische Pause zwischen den Schichten 24 Stunden. Ein feuchter Untergrund für die Streichmasse ist kein Problem, im Gegenteil ideal für ihre Haftung, sie läuft nicht ab und hat kein Problem mit Ecken oder Unebenheiten des Mauerwerks. Führen Sie die vertikale Isolierung vom Boden des Aushubs aus durch, d. h. unterhalb der Ebene des Innenbodens und damit auch der Injektierungslinie, bis zur Höhe der zukünftigen begehbaren Bodenfläche. Dadurch überlappt sich die vertikale Isolierung in der Höhe zuverlässig mit der von innen hergestellten Injektionsschicht, und es entsteht keine Stelle für eine Feuchtebrücke.
Zu Punkt 2: Ja, auf die hergestellte und getrocknete Wasserdichtung können Sie Extruderschaum anbringen. Er schützt die Isolierung beim Zurückschütten und begrenzt gleichzeitig das Durchfrieren des unterirdischen Mauerwerks, daher kann ich diesen Schritt nur empfehlen.
Zu Punkt 3: Ja, und die Ausrichtung der Noppen haben Sie richtig. Bei einer Aufbauweise mit XPS-Polystyrol empfehle ich, die Noppen zur Wand hin auszurichten, also zum XPS-Polystyrol. In diesem Fall belüften wir nichts. Im Gegenteil schafft die glatte Seite der Folie nach außen eine Gleitfläche, auf der die setzende Aushuberde abrutscht, ohne die Folie von der Abschlussliste herunterzuziehen. Beenden Sie die Folie immer ordnungsgemäß mit einer Dichtleiste, vorzugsweise in der Höhe der zukünftigen begehbaren Fläche. Ich möchte nur daran erinnern, dass die Noppenfolie hier nur mechanischer Schutz ist, keine Wasserdichtung – das ist die Wasserdichtungsstreichmasse darunter.
Zu Punkt 4: Bei einem so flachen Aushub ist eine Drainage normalerweise überflüssig – Druckwasser in dieser Tiefe entsteht in der Regel nicht, und daher sollte der Drainagekörper nichts abführen. Die Entscheidung liegt natürlich bei Ihnen, aber es gilt das Prinzip, dass eine Drainage nur dann sinnvoll ist, wenn sie vollständig funktionsfähig ist, d. h. mit sicherem gravitativen Gefällenetwässerung vom Haus (zur Kanalisation, zum Graben in ausreichender Entfernung, zum Auslauf an einem Hang usw.). Sonst kann sie mehr schaden als nutzen – ohne funktionsfähigen Ablauf würde die Kiesaufschüttung an der Wand zu einer Sammelstelle, einem Reservoir werden, das Oberflächenwasser bei Starkregen und Schneetaue zum Haus hin zöge. Falls Sie sich dennoch für eine Drainage entscheiden, ist das Vorgehen folgendes: Auf dem Boden des Aushubs eine Betonsohle in Rinnenform mit leichtem Gefälle, in diese Geotextil, perforierter Drainageschlauch mit mind. Durchmesser 110 mm, Aufschüttung mit Kies Körnung 16/32 mind. 40 × 40 cm und Umschlag des Geotextils übereinander, damit Erde das Steinkörnungsmaterial mit der Zeit nicht verstopft. Falls Sie die Drainage weglassen, wovor ich bei dieser Aushubtiefe keine Angst hätte, füllen Sie den Aushub mit gesiebter Erde in dünnen Schichten auf und verdichten Sie jede Schicht ordnungsgemäß nach und nach mit dem Stampfer.
Mit freundlichen Grüßen
Jiří Schwarz
- Trumf S. answered 17 Stunden ago
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