Guten Tag, wie soll ich vorgehen, wenn ich eine Fuge zwischen den Blocksteinen 16cm über dem Boden habe? Soll ich auf die deklarierten 10cm gehen, aber außerhalb der Fuge arbeiten, oder die höher gelegene Fuge nutzen?
Danke
- Daniel asked 1 Woche ago
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Guten Tag,
zunächst muss ich Sie etwas korrigieren. In den Anleitungen und technologischen Beschreibungen sowie in den Zeichnungen geben wir an, dass die zulässige Höhe der Injektionslinie über dem Boden maximal 100 mm beträgt. Das bedeutet aber nicht, dass dies die optimale Höhe ist. Zitat aus der Anleitung: „Die Bohrerlinie sollte nicht höher als 100 mm vom Boden entfernt sein. Diese Höhe ist maximal zulässig, aber nicht maßgebend. Wenn Sie die Bohrerlinie noch näher zum Boden bringen können, ist das immer vorteilhafter“. Zitat Ende.
Es ist schade, dass Sie in Ihrer Frage nicht angegeben haben, um welche Art von Hohlblock es sich handelt. Daher muss ich zwei Varianten beschreiben. Falls es sich um einen Schlackenbeton-Hohlblock ohne Kammern handelt, würde ich empfehlen, nicht nach der Höhe der Lagerfuge zu gehen, die ja bereits ziemlich hoch über dem Boden liegt, sondern in diesem Fall bereits in einer Höhe von etwa 40–50 mm über dem Boden zu bohren. Hier können Sie mit einer gewöhnlichen Bohrmaschine waagerecht bohren und das Ergebnis wird ebenfalls zuverlässig sein, da die überwiegende Mehrheit nicht nur alter, sondern auch moderner Hohlblöcke hochgradig porös ist. Daher verteilt sich die Hydrophobierung der Injektionsemulsion in ihnen völlig sicher und die Überlappung der einzelnen hydrophoben Sperren zwischen den Bohrungen über die gesamte Tiefe und Länge des behandelten Bereichs ist zuverlässig. Falls Sie also außerhalb der Lagerfuge in den vollen Hohlblock bohren, passen Sie die Achsabstände trotzdem auf etwa 90 mm an. Da die Bohrungen 40–50 mm über dem Boden liegen, wird die Durchfeuchtung mit aktiven hydrophoben Stoffen zuverlässig auch teilweise unter die reine Bodennullinie „hinunterlaufen“, was vorteilhaft ist. Falls die Hohlblöcke eine oder zwei Kammern haben, kann man aus verständlichen Gründen nicht durch die Kammern in den Hohlblock bohren, sondern muss die erste Lagerfuge über dem Boden anbohren, die in Ihrem Fall auf einer Höhe von 160 mm liegt. Es ist jedoch klar, dass die erste Reihe von Hohlblöcken über dem Boden nicht gegen Feuchtigkeit isoliert wird, sondern erst ab der Höhe der ersten Lagerfuge über dem Boden. Nach dem Verputzen der sanierten Mauer wird sich mit der Zeit sehr wahrscheinlich ein feuchter Streifen auf dem Putz zwischen dem Boden und der hoch angebrachten chemischen Unterschneidung bilden. Auch für diesen Fall gibt es jedoch mehrere Lösungen. Ich gehe aber immer noch davon aus, dass Sie in Ihrer Frage erwähnt hätten, dass es sich um Hohlblöcke mit Kammern handelt, auch aus Ihrem letzten Satz geht das indirekt hervor. Damit fasse ich es so zusammen. Falls die Hohlblöcke Kammern haben, können Sie die Injektage nur in der ersten Lagerfuge über dem Boden durchführen, was auch für alle mechanischen Verfahren gelten würde. Falls die Hohlblöcke voll sind, also keine Kammern haben, führen Sie die Injektage dicht über dem Boden durch.
Mit freundlichen Grüßen
Jiří Schwarz
- Trumf S. answered 1 Woche ago
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Entschuldigen Sie meine Ungenauigkeit in der Beschreibung meiner Frage, aber Sie haben das richtig durchschaut. Ich habe Steine ohne Kammern. Vielen Dank für Ihre schnelle und für mich verständliche Antwort. Ich bin von Haus aus kein Baumeister und lerne solche Dinge erst jetzt. Danke für Ihre Zeit.
- Daniel answered 1 Woche ago
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Entschuldigen Sie sich bitte nicht. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
JS
- Trumf S. answered 1 Woche ago
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