Guten Tag,
wir haben eine Injektage der Wände mit Aquacream durchgeführt, beschädigte Putzschichten haben wir abgeschlagen, feste haben wir belassen und nun planen wir, die abgeschlagenen Wände mit Sanierputz zu verputzen, angemischt mit aquasanporosity. Da es sich um eine Gesamtrenovierung der Wohnung handelt, würde ich gerne, dass die Wände trocken und auch eben sind, ohne Risse. Kann man auf alle Wände Perlite verwenden? Lässt sich das in den Sanierputz einmischen? Und wann sollte man AquaSalt Stop auf die Wände auftragen? Es gab auch Salzausblühungen an den Wänden.
- Jana P. asked 7 Tagen ago
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Guten Tag,
ich beginne mit Ihrer letzten Frage. AquaSalt Stop kann nicht nur unter Spritzbewurf, sondern auch auf bereits erneuertem Spritzbewurf angebracht werden, auf jeden Fall aber immer unter der Kernschicht/dem Putz. In jedem Fall müssen Sie mit diesem flüssigen Medium zwei Anstriche oder Spritzaufträge durchführen. Zwischen dem ersten und zweiten Anstrich oder Spritzauftrag ist eine technische Pause von 24 Stunden erforderlich. Ein wichtige Regel muss beachtet werden. Auf den noch nicht getrockneten zweiten Anstrich/Spritzauftrag, also so schnell wie möglich nach der Anwendung, wird der Spritzbewurf oder die erste Schicht des Kernputzes aufgebracht – sogenannt nass auf nass. Dadurch verbinden sich der Putz und die Feuchtigkeitssperrschicht zuverlässig mit dem Untergrund, also mit der Wandoberfläche. Der Putz AquaSan Porosity ist nicht nur hochdampfdurchlässig, sondern auch sehr fest. Beim Trocknen neigt er nicht zum Schrumpfen, es entstehen praktisch keine, also auch keine Haarrisstraktionen. Nach 14 Tagen ab dem Auftrag ist der Putz normalerweise bereits völlig fest. Die anschließende Strukturierung verleiht dem Putz nur noch eine ästhetische Dimension. Nach meiner Meinung, die durch Praxis gestützt ist, gehört normales Perlit weder in den Putz noch in die Strukturschicht. Es könnte nämlich mehr Schaden als Nutzen verursachen. Perlit mit kleinen Poren im Putz würde beim Auftragen zwischen den Schichten im Wesentlichen eine Trennschicht bilden und auch im Strukturputz bringt es nichts Positives. Falls sich „der Untergrund bewegt“, sei es durch Konstruktionsbewegungen – also meistens zwischen Konstruktionen aufgrund unterschiedlicher Belastungen, oder durch Schrumpfung oder andere Untergrundveränderungen, wird Perlit dieses Problem nicht lösen und die oberflächliche Zerstörung wird dann sogar sichtbarer. Selbstverständlich ist es anders beim Einsatz von Perlit in Bauklebstoffen, besonders bei Dämmarbeiten, wenn die Fassade erhöhten Belastungen durch Temperatur und Feuchte ausgesetzt ist. Der Klebstoff mit Perlit bildet wirklich ein Ganzes, der Klebstoff ist jedoch fester als Strukturputz und schafft somit eine verstärkende Schicht, einen Verband, auf einem „weichen Untergrund“, das ist normalerweise Polystyrol und Mineralwolle. Diese haben ganz sicher andere physikalisch-mechanische Eigenschaften als fester Putz. Bei diesen „weicheren“ Materialien ist der Einsatz von Perlit erforderlich, aber das ist nicht Ihr Fall.
Von Perlit im Strukturputz halte ich Sie nicht ab, aber ich würde es beim Strukturieren mit Sanierungsputz oder Kalkputz in Innenräumen nicht verwenden.
Mit freundlichen Grüßen
Jiří Schwarz
- Trumf S. answered 7 Tagen ago
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Danke für die Antwort,
würden Sie es also nicht auf alle Wände auftragen und auch nicht auf die Übergänge zwischen dem ursprünglichen belassenen Putz und dem Sanierungsmörtel?
- Jana P. answered 7 Tagen ago
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Nein, ich habe es nicht verwendet, auch nicht an der Übergangsstelle zwischen den Putzen. Ich verstehe jedoch, warum Sie diese Frage zum Übergang zwischen den Putzen stellen. Ich würde eher empfehlen, einen erfahrenen Maurer zu finden. Der Sanierputz bzw. die Spachtelmasse muss geschickt „verarbeitet“ werden, damit dieser Übergang unsichtbar bleibt. Ansonsten brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Ich habe noch nie gesehen, dass sich an der Übergangsstelle zwischen Sanierputz und Originalputz ein Riss bildete. Vielmehr habe ich gelegentlich beobachtet, dass ein unerfahrener Maurer den Übergang zwischen den Putzen nicht geschickt genug verspachteln konnte, sodass er auch nach dem Anstreichen noch sichtbar war. Und wenn ein Glasfaserstreifen in diese Übergangsstelle der Spachtelmasse eingelegt würde, verstärkt das nicht nur den Übergang zwischen den Putzen nicht, sondern erschwert auch noch die Spachtelarbeit an dieser Übergangsstelle. Man muss akzeptieren, dass das Glasfasergewebe in der Spachtelmasse, bildlich gesprochen, keine Stahlbewehrung oder Ähnliches ist. Aber Sie müssen sich keine Sorgen machen. Normalerweise passiert so etwas nicht mit einem stabilen, bereits trockenen Putz auf stabilisierten Mauern, und wenn doch etwas Derartiges auftreten sollte, wird das Glasfasergewebe mit Spachtelmasse das Problem nicht lösen.
Eine Regel ist jedoch wichtig. Das Verspachteln muss erst nach dem Abbinden des Grundputzes erfolgen, um eventuell entstehende feine Haarrisse, die beim schnellen Trocknen des neuen Putzes entstehen können, mit der Spachtelmasse zu überdecken. Für diese Wartezeit ist aber normalerweise keine Zeit vorhanden. Das Verspachteln des neuen Putzes kann also bereits ab dem Moment seiner ausreichenden Festigkeit erfolgen. Bei AquaSan Porosity ist das normalerweise bereits am nächsten Tag nach Abschluss der Putzarbeiten möglich. Und überraschenderweise ist es auch vorteilhafter, denn auf leicht feuchten Putz wird die neue Spachtelmasse besser aufgebracht und verbindet sich vor allem zuverlässiger, als es auf einem zu trockenem Putzuntergrund der Fall wäre. Einen zu trockenen Untergrund kann man vor dem Verspachteln einfach mit Wasser anfeuchten. Das gilt für Sanierputz, und auf Originalputze kann man einen Haftgrund verwenden. Vielleicht mache ich Sie ja etwas unsicher, wie Sie also vorgehen sollen. Wenn Sie zeitlich nicht unter Druck stehen, lassen Sie den Grundputz ca. 14 Tage trocknen und befeuchten dann die Oberfläche des bereits trockenen Putzes leicht vor Beginn der Spachtelarbeiten. So wird alles in Ordnung sein, denn der neue Putz wird sich nicht zusammenziehen, auch wenn dieses Phänomen bei AquaSan Porosity sehr unwahrscheinlich ist. Es kommt auch auf den Wanduntergrund, die Temperatur beim Trocknen, die Dicke des aufgebrachten Putzes usw. an. Wenn Sie aber eine technologische Pause von ca. 14 Tagen vor Beginn der Spachtelarbeiten einhalten, wird der Untergrund bereits fest und stabil sein, und das Risiko der Bildung von Haarrissen wird gesenkt. Wenn aber für diese Pause keine Zeit ist, gehen Sie nach der obigen Empfehlung vor. Es ist jedoch möglich, dass sich vor dem Anstreichen einige feine Haarrisse bilden können. Der Maler kann damit aber leicht fertig werden, denn er glättet diese Stellen mit einem Filzspachtel und dünnerer Spachtelmasse. Diese Ausbesserungen trocknen sehr schnell, sodass er mit den Malerarbeiten beginnen kann. Danach sollte so etwas nicht mehr vorkommen.
JS
- Trumf S. answered 7 Tagen ago
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Vielen Dank für die Antwort, wir werden uns nach Ihren Ratschlägen richten.
- Jana P. answered 7 Tagen ago
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