Guten Tag. Wir haben bei einem älteren Haus überwiegend aus Vollziegeln und Stein eine Injektage durchgeführt und das hat hervorragend funktioniert. Es ist bereits 5 Jahre her und die Feuchte ist überall völlig verschwunden und alles ist in Ordnung. Jetzt habe ich ein Problem in einem Haus, das einen Keller hat, und dessen Wände im Kellergeschoss sind teilweise feucht, obwohl das Haus eine Isolierung aus den 90er Jahren hat, nämlich Pappe mit Radonschutzfolie und mit einer Außenverputzung. Mir kam die Idee, die Creme zu verdünnen und sie hinter die Pappe zu spritzen. Die zweite Variante wäre, genauso vorzugehen wie im Vollziegel, aber ich weiß nicht, wie ich eine gleichmäßige Füllung der Hohlräume im Porotherm sicherstelle.
Vielen Dank Zíma
- Trumf S. asked 5 Tagen ago
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Guten Tag, Herr Zíma,
zu Ihrer Frage zur Sanierung feuchten Mauerwerks im Keller aus Lochsteinen (Porenbetonziegel wie Porotherm, Heluz usw.) habe ich folgende Analyse für Sie erstellt.
Ursachenanalyse: Warum wird das Mauerwerk feucht? Angesichts der Baubeschreibung aus den 90er Jahren (Dachpappe, Radonfolie, Zusatzmauer) ist die vertikale Abdichtung gegen seitliche Feuchtigkeitszufuhr wahrscheinlich noch funktionsfähig. Wenn feuchte Flecken in Abhängigkeit von Niederschlag auftreten, handelt es sich wahrscheinlich um eindringende Feuchtigkeit in die Innenräume aufgrund einer unzureichend ausgeführten ursprünglichen Abdichtung. Die Frage bleibt, aus welcher Richtung die Feuchtigkeitszufuhr erfolgt. Diese meine Annahme können Sie selbst überprüfen:
• Aufsteigende Feuchte vom Fundament: Wenn die feuchte Stelle immer knapp über dem Boden beginnt und sich von dort nach oben ausbreitet, ist es so gut wie sicher, dass die Feuchtigkeit durch das erste Lagerfuge an der Stelle eindringt, wo die Wand auf der Bodenplatte aufliegt. Hier kommt es zu einer Feuchteaufnahme in die erste Lagerfuge und zum anschließenden Aufstieg nach oben.
• Seitliche Feuchte: Falls die Flecken lokal in verschiedenen Wandhöhen auftreten würden, würde dies auf einen Defekt der vertikalen Abdichtung hindeuten. In einem solchen Fall würde bei homogenem Mauerwerk (z. B. Vollstein) eine flächige Injektage helfen, die von innen die vertikale Abdichtung ersetzt, aber bei Lochsteinen ist dieses Verfahren nicht möglich.
Grenzen der flächigen Injektage bei Lochsteinen: Wichtiger Hinweis: Bei Lochsteinen kann keine flächige Injektage durchgeführt werden.
• Technischer Grund: Wegen der inneren senkrechten Hohlräume würde das Injektionscreme beim Füllen im Schachbrettmuster immer „herunterrutschen“ zur nächsten Lagerfuge unter der Injektionslinie.
• Unwirksamkeit: Selbst wenn es theoretisch gelänge, jede Lagerfuge übereinander zu isolieren, was auch praktisch möglich wäre, würde die Feuchtigkeit bei seitlicher Richtung das Skelett (Rückseite des Hohlziegels) durchfeuchten, anschließend die Hohlraumwände und Putze.
Empfohlenes Verfahren: Variante Nr. 1
Da wir uns fast sicher sind, dass die Feuchtigkeit wahrscheinlich von unten kommt, ist das Ziel, eine Barriere an der Wandsohle zu schaffen, also am Boden des Kellerraums. Da ich nicht weiß, wo genau die Fugen liegen, nehme ich an, dass in Ihrem Fall Variante Nr. 1 aus unserer Arbeitsanleitung am geeignetsten ist: siehe Link unten.
• Bohrbereich: Bohren Sie knapp über dem Boden, damit das Injektionscreme durch die durchbohrten Hohlräume „herunterrutscht“ zur Fuge unter der Bohrline. Das Creme fließt nach der Anwendung an den inneren Wänden der Hohlräume zur Lagerfuge, wo es stoppt und beginnt, sich von oben zuverlässig in sie einzusaugen. Dadurch wird die Mörtelfuge an der Feuchtigkeitszufuhrstelle hydrophob gemacht.
• Bohrtiefe und Sorgfalt: Bohren Sie durch die Wandstärke mit einer Reduktion um 2–4 cm. Gehen Sie sehr sorgfältig vor, um nicht durch das Mauerwerk durchzubohren und die funktionsfähige vertikale Abdichtung nicht zu beschädigen.
• Verbrauchskontrolle: Bei Lochsteinen ist es notwendig, die Crememenge zu „überwachen“. Dies betrifft Variante Nr. 1. Bei Ausführung der Variante Nr. 2 ist das Füllen und damit der Verbrauch unproblematisch. Ich empfehle daher, den Verbrauch mit unserem Online-Rechner zu berechnen (schalten Sie auf den Typ „Hohlziegel“ um) und diesen nach jedem 1–2 laufenden Meter regelmäßig zu kontrollieren. Hier ist der Link zum Rechner: https://www.injektaz-zdiva-svepomoci.cz/spocitejte-si-sami-spotrebu-injektazniho-kremu/.
Warum nicht „hinter die Dachpappe“ eingießen? Das Eingießen verdünnten Creams in die Lücken hinter der Abdichtung ist unrealistisch. Die Dachpappe ist meist fest auf dem Untergrund aufgetragen und es gibt keinen Spalt zum Eingießen. Außerdem würde eine zu starke Verdünnung des Injektionscrems AquaStop Cream® zu dessen Wertminderung führen.
Eine detaillierte Anleitung zum Bohren und zur Injektage von Hohlziegeln finden Sie in unserer technischen Anleitung hier: https://www.injektaz-zdiva-svepomoci.cz/navod-k-injektazni-aplikaci/#vrtani-vostinove-cihly
Mit freundlichen Grüßen,
Jiří Schwarz – Geschäftsführer
Variante Nr. 1 – ähnliche Ausführung

- Trumf S. answered 5 Tagen ago
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