Guten Tag,
ich entscheide mich zwischen einer Hydroisolation mit Asphaltbahnen oder Ihrer AquaStop Bitumen 2K® Flex.
Es geht um die Rekonstruktion eines alten Hauses, in dem ich bereits Injektionscreme von Ihrer Firma verwendet habe. Jetzt werden wir mit der horizontalen Hydroisolation auf dem Unterlagsbeton fortfahren.
Ich wollte fragen, wie es mit der Haltbarkeit dieser Hydroisolation aussieht und was besser ist.
Ist es auch möglich, beide Varianten zu kombinieren.
Danke für die Antwort
Kamil
- Kamil asked 6 Tagen ago
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Guten Tag Herr Kamil,
Ihrem Gedankengang und Ihrer Frage stimme ich vollkommen zu. Die Frage der Haltbarkeit und der Eigenschaften von Bitumenbahnen im Vergleich zu unserer Bitumen-Streichhydroisolation AquaStop Bitumen 2K® bespreche ich in der Beratung relativ häufig – nicht nur hier.
Was die Haltbarkeit betrifft, ist unsere Streich-Hydroisolation vollständig vergleichbar mit den hochwertigsten Bitumenbahnen auf dem Markt. Üblicherweise wird auf diese Hydroisolationsmaterialien eine Garantie von 10 Jahren gewährt, was aus menschlicher und praktischer Sicht ein vernünftiger und nachvollziehbarer Zeithorizont ist. In der Praxis aber wissen wir alle, dass fachgerecht ausgeführte Hydroisolationen – ob Bitumen- oder Asphaltbahnen – wenn sie nicht extremer mechanischer Belastung, extrem hohen Temperaturen oder aggressiven Chemikalien ausgesetzt sind, zuverlässig Jahrzehnte lang funktionieren und ihre Lebensdauer im Grunde für mehrere Generationen ausreicht.
Bei unserer Streichmasse AquaStop Bitumen 2K® ergibt sich diese hohe Beständigkeit daraus, dass sie in zwei Schichten mit eingelegtem Glasfasergitter (Perlen) aufgetragen wird. So entsteht eine zusammenhängende Hydroisolationsschicht mit einer Gesamtdicke von 5 bis 6 mm, was vollständig der Dicke einer sehr hochwertigen Hydroisolationsbahn entspricht. Der wichtige Unterschied liegt aber im Material – unser Produkt basiert auf hochwertigem Bitumen und nicht auf klassischem Asphalt (obwohl es sich in beiden Fällen um Ölprodukte handelt), was ihm hervorragende Flexibilität und Haftung verleiht. Ein weiterer Vorteil ist, dass es fugenlos ist und einen hohen Radonschutzindex hat.
Wenn Sie also fragen, was besser ist, lautet meine Antwort: In Ihrem Fall ist es am besten, beide Varianten zu kombinieren.
Bitumenbahnen sind ihrer Natur nach ideal und schnell für zusammenhängende horizontale Flächen – sei es bei Fundamentplatten beim Neubau oder bei Betonunterlagen bei der Renovierung alter Böden. Dagegen sind Bitumenbahnen auf vertikalen Flächen, in Kurven, Ecken und zum Hochziehen von Hydroisolationswannen unpraktisch – sie sind sehr steif, lassen sich in Ecken und Winkeln schwer verformen und beim Verschweißen von Nähten oder beim Biegen entstehen leicht Fehler. Hier ist meiner Meinung nach, basierend auf langjähriger Erfahrung, die thixotrope Bitumen-Streichhydroisolation AquaStop Bitumen 2K® vorteilhafter, da sie mit einem Spachtel aufgetragen wird und daher sehr einfach und zuverlässig damit zu arbeiten ist.
Zwischen Bitumenbahn und Bitumen-Streichmasse entsteht eine perfekte chemische Synergie – diese Materialien verbinden sich unlösbar miteinander. Ich bedauere ehrlich gesagt oft, dass Planer und Bauherren diese Kombination nicht häufiger nutzen (z. B. auch beim Neubau zur Abdichtung aller Fugen auf horizontalen Flächen und besonders an vertikalen Wänden oder zur Abdichtung kritischer Durchdringungen wie Bewehrungsstellen, Anschlüsse und Rückfugen).
Im Folgenden stelle ich Ihnen das empfohlene Verfahren zur Verfügung, wie Sie diese beiden Materialien ideal kombinieren, wenn Sie den Boden renovieren und die Verbindung zur bereits durchgeführten Injektage mit dem AquaStop Cream®-System herstellen:
Verfahrensanleitung: Sichere Hydroisolationswanne und Anschluss an die Injektage
Dieses Verfahren nutzt die Kombination von Bitumenbahnen und Bitumen-Streichmasse, um ein perfekt dichtes System zu schaffen. Die Hydroisolationsstreichmasse AquaStop Bitumen 2K® dient nicht nur als Verbindungselement zwischen der Hydroisolationswanne und der chemischen Unterabdichtung, sondern auch als ideale Sicherung der geschweißten Fugen auf dem Boden.
1. Vorbereitung und Vereinheitlichung des Untergrundes:
– Universalmörtel: Nach dem Abklopfen von Putz und dem Reinigen von Fugen tragen Sie auf das Mauerwerk einen Mörtel auf, den Hersteller von Fertigmischungen als „Universal“ bezeichnen. Er ist ausreichend fest zum Mauern und Verputzen und lässt sich hervorragend mit einem Spachtel verarbeiten. Es geht nicht darum, eine perfekt ebene Vertikalfläche zu schaffen, sondern darum, Löcher, tiefe Fugen und fehlende Materialien auszufüllen (Oberflächenvereinheitlichung). Arbeiten Sie mit einem Spachtel, mit dem Sie den Mörtel in die Unebenheiten drücken – so sparen Sie teurere Bitumen-Streichmasse und schaffen sich eine feste Haftungsbrücke als Untergrund.
Wichtige Reihenfolge: Tragen Sie den Mörtel vor der Injektage auf. Er wird Teil des Mauerwerks und die anschließende Injektage tränkt ihn ebenfalls mit hydrophoben Stoffen, wodurch Feuchteaufstieg durch diese ausgebesserte Schicht verhindert wird.
– Fuge: Schaffen Sie in der Ecke zwischen Boden und Wand aus Universalmörtel eine Anschrägung (Rundung/Fase), damit der Übergang der Abdichtungen nicht in einem scharfen 90°-Winkel erfolgt.
2. Durchführung der Injektage: Bohren Sie durch die bereits feste Schicht/Streichmasse des Universalmörtels Löcher und bringen Sie AquaStop Cream® auf. Das Injektageöl verteilt sich durch die Dispersion auch in dieser neuen Ausgleichsschicht des Mörtels und erzeugt eine undurchdringliche horizontale Sperrschicht nicht nur im Mauerwerk, sondern auch in seiner Oberflächenausgleichung.
3. Horizontale Abdichtung und „Sicherung“ von Fugen:
– Bitumenbahnen: Schmelzen Sie Bitumenbahnen auf dem Betonuntergrund (oder der Fundamentplatte) auf und schneiden Sie sie an der Wand zu.
– Fugensicherung: Auch wenn die Fugen von Bitumenbahnen verschweißt sind, empfehle ich, die Sicherheit der Bodenisolation zu erhöhen, indem Sie alle Fugen (Überlappungen) von Bahnen mit einem Spachtel oder Spachtel unter Verwendung von AquaStop Bitumen 2K® abdichten. Ein Streifen an der Fugenstelle in einer Breite von etwa 5–10 cm ist ausreichend. Das Bitumen verbindet sich unlösbar mit den Bitumenbahnen und dichtet zuverlässig eventuell vorhandene Unvollkommenheiten in den Nähten ab.
4. Schaffung eines vertikalen Wandanschlusses (Verbindung):
– Anschluss an die Wand: Tragen Sie mit einem Spachtel AquaStop Bitumen 2K® in einer Breite von etwa 10 cm auf die Bitumenbahnen von der Wand auf und führen Sie sie gleichmäßig über die Fase nach oben auf das Mauerwerk. Das Arbeiten mit einem Spachtel auf vertikalen Flächen ist in diesem Fall unvergleichlich einfacher, präziser und zuverlässiger, als zu versuchen, steife Bitumenbahnen nach oben zu ziehen. Die Bitumen-Hydroisolation haftet eng und zuverlässig auf dem Untergrund an der Wand, was an sich auch sehr wichtig ist, z. B. bei einem höheren Radonindex im Untergrund des Hauses.
– Aufzugshöhe: Führen Sie die Streichmasse mindestens 5 cm über die Linie der Injektionslöcher auf. Dies führt zu einer perfekten Überlappung beider Hydroisolationen, die sich so gegenseitig ergänzen.
– Dicke und Verfahren: Tragen Sie die Bitumen-Streichmasse in zwei Schichten mit eingelegtem Glasfasergitter (Perlen) bis zu einer Gesamtdicke von 5–6 mm auf. Diese Schicht ist nach dem Aushärten sowohl auf Druck als auch auf Zug sehr fest und verbindet sich chemisch perfekt mit dem Untergrund, der Injektagesstelle und der Bitumenbahn.
Für eine bessere Vorstellung und zum Ansehen von Fotos aus der Praxis, wie diese Kombination der Verbindung von Bodenisolation und chemischer Unterabdichtung mit dem AquaStop Cream®-System aussieht, stelle ich einen Link zu einer ähnlichen Frage aus meiner Beratung bereit: https://www.injektaz-zdiva-svepomoci.cz/poradna-sanace-vlhkeho-zdiva/dotaz/sanacni-postupy-a-skladba-u-rd
Mit freundlichen Grüßen,
Jiří Schwarz
- Trumf S. answered 6 Tagen ago
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